| Wer sich für ganze Bücher interessiert, der mag wohl auch eine weitere Bildschirmseite lesen? Wohlan! Über den vier Bildchen stehen hübsche Schlagworte, wie sie nun einmal auf jeder
Bildschirmseite nötig sind, um die Aufmerksamkeit des Besuchers einzufangen und in die
gewünschte Richtung zu lenken. Aber natürlich sollte man das Thema »Reisen« nicht nur
mit ein paar einfachen (Werbe-)Phrasen abtun, und so bitten wir den Besucher dieser Seite,
uns noch ein paar Zeilen weiter zu folgen. Wir wollen dabei auch erläutern, was der Leser
von unseren Büchern erwarten kann. Zwei unterschiedliche Motive werden bei Reisen gerne einander gegenübergestellt:
Bildung und Erholung. Die »Bildungsreise« oder »Studienreise« beinhaltet wohl stets
eine gute Vorbereitung, das planvolle Abarbeiten von Sehenswertem und die Orientierung an
Fachliteratur und Reiseführern ... »Erholungsreise« dagegen meint faulenzen, sich
treiben lassen, gutes Essen, Trinken und Geselligkeit, eben die sprichwörtlich baumelnde
Seele ... Beides wird oft als kaum vereinbar dargestellt. Wir sind da ein wenig anderer
Meinung. Wie können wir also unsere ganz persönliche Art zu reisen beschreiben? Am Anfang
steht da eigentlich immer ein konkretes Ziel, das wir kennenlernen oder auch nur einfach
wiedersehen wollen - zum Beispiel eine Landschaft, eine Region oder eine Stadt. Darauf
stimmen wir uns dann locker mit allerhand passender Lektüre und fleißigem Kartenstudium
ein und genießen schon die Vorfreude auf unser Reiseziel in vollen Zügen. Unterwegs
möchte man dann natürlich dem schönen Augenblick auch ein wenig Dauer verleihen, was
wir durch emsiges Fotografieren und sorgfältige Tagebuchaufzeichnungen versuchen. Nun ja,
und aus der durchaus auch sehr vergnüglichen Nachbereitung - Ausarbeitung der Bilder und
Texte - entwickeln sich dann unsere Bücher. Wo liegen dabei unsere Interessen, was kann der Leser da von uns erwarten? Nein,
eine kurze, schnelle Antwort auf diese Frage verweigern wir heftig! Spannen wir lieber
einen großen Bogen auf ... vom ersten Blümchen im Frühling über hohe Berge und weite
Tälern, hin zur eleganten Flaniermeile, zu stolzen Domen und prunkvollen Schlössern und
wieder zurück zum einsamen, winzigen Kapellchen am Wegesrand im Herbstnebel ... die
unendliche Vielfalt der Menschen, ihre Geschichte und kleinen Geschichtchen nicht zu
vergessen. Noch eine wichtige Bemerkung: Das Mittel unserer Mobilität ist im wesentlichen -
mit wenigen Ausnahmen - das Auto, entweder das eigene, oder in weiterer Ferne ein
Leihwagen. Nur damit erreichen wir den gewünschten Aktionsradius, eine gewisse
Unabhängigkeit von Fahrplänen und natürlich auch vom Wetter. Damit fahren wir die
meisten unserer Ziele an, um dann in urbaner Umgebung zu bummeln oder uns in der Natur zu
ergehen. Man muß das erwähnen, weil das Auto immerhin in den letzten Jahrzehnten durch
allerhand Mißbrauch ein wenig in Verruf geraten ist. Wir selbst nutzen grundsätzlich nur
vorhandene Infrastrukturen, im Gelände sind wir selbstverständlich per pedes unterwegs.
Doch dieses Thema »Autoreise« diskutieren wir des öfteren ausführlicher in unseren
Texten. Fassen wir abschließend zusammen: Wir bemühen
uns in unseren Büchern um »Landschaftsbilder«, die möglichst viele Dimensionen
einschließen, zum Beispiel ländliche, urbane, kulturelle, naturkundliche, historische,
anekdotische ... Unsere Bücher sollen Reiseführer nicht ersetzten, aber ergänzen, denn
wir bemühen uns auch um eine ganz persönliche Wertung, also um eine emotionale Tönung.
Und vor allem - wir wollen unsere Freude am Reisen vermitteln, dieses Raus-aus-dem-Alltag
und dieses lustvolle Streben, hinaus in die wunderschöne weite Welt!
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